Leberegel zählen zur Gruppe der Saugwürmer (Trematoden). Die wichtigsten sind der Große und der Kleine Leberegel sowie der Chinesische Leberegel. Sie alle sind lanzettähnlich geformt, mit zwei Saugnäpfen im Kopfbereich. Leberegel sind weltweit verbreitet, gehören sie doch zu den anpassungsfähigsten Parasiten überhaupt. Denn um sich fortzupflanzen, müssen die Saugwürmer mehrmals den Zwischenwirt wechseln, was aus evolutionstechnischer Sicht ein großes Risiko bedeutet.
Klinische Symptome
Oft verläuft die Infektion symptomlos und der Befall ist ein Zufallsbefund bei der Schlachtung oder Euthanasie. Folgende Symptome werden mit einem Leberegelbefall in Verbindung gebracht: Durchfall, Apathie, Anorexie, Abmagerung, Leistungsschwäche. Erhöhte Leberenzyme (GGT, GLDH, SDH) kommen vor, sind aber nicht immer vorhanden. Eosinophilie, Hyperproteinämie, Hyperglobulinämie oder Leukozytose sind nicht beschrieben.
Vorbeugen kann man einer Leberegelinfektion, indem man rohen Fisch und rohes Fleisch, vor allem Innereien, meidet. Die Eier, Larven und Würmer sterben bei 55 bis 60 Grad Celsius ab, sodass durchgegarte Lebensmittel kein Problem darstellen. Brunnenkresse sollte man nur gezüchtet kaufen oder selbst anzüchten. Fallobst aus gewässernahen Gegenden kann geschält werden, ein Risiko bleiben Wildkräuter. Diese sollte man zumindest vor dem Verzehr gründlich waschen.
Dieses Frequenzvideo hilft, Leberegelinfektionen zu lindern.
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