Oft beginnt es mit einer kleinen Veränderung: einem gelblichen Fleck auf dem Zehennagel, einem ungewöhnlich dicken Nagel oder einer Oberfläche, die anders aussieht als bei den übrigen Nägeln. Anfangs fällt das vielleicht kaum auf. Erst wenn der Nagel brüchig oder rau wird oder sich deutlich verändert, schaut man genauer hin.
Dahinter kann Nagelpilz (Onychomykose) stecken. Diese häufige Pilzinfektion betrifft vor allem die Zehennägel. Pilze finden in einer warmen, feuchten Umgebung besonders günstige Bedingungen. Auch wiederholter Druck kann die Nägel anfälliger machen.
Da Zehennägel nur langsam wachsen, entwickeln sich solche Veränderungen oft über längere Zeit. Doch woran können Sie Nagelpilz erkennen? Und was können Sie im Alltag tun, um Ihre Nägel gesund zu halten?
Woran erkennen Sie Nagelpilz?
Nagelpilz macht sich nicht immer sofort bemerkbar. Gerade im Anfangsstadium sind die Veränderungen oft so unauffällig, dass sie leicht übersehen werden.
Bei einem oder mehreren Zehennägeln können folgende Anzeichen auftreten:
Manchmal ist nur ein einzelner Zehennagel betroffen. In anderen Fällen breiten sich die Veränderungen nach und nach auf benachbarte Nägel aus.
Auch trockene, schuppige oder juckende Haut rund um die Zehen kann auffallen. Das kann mit einer Pilzinfektion zusammenhängen, denn Fußpilz und Nagelpilz können auch gleichzeitig auftreten.
Eine Pilzinfektion der umliegenden Haut kann auf den Nagel übergreifen. Umgekehrt können befallene Nägel dazu beitragen, dass die Haut am Fuß immer wieder mit Pilzen in Kontakt kommt.
Was begünstigt Nagelpilz?
Unsere Füße stecken oft stundenlang in Socken und Schuhen. Dabei stauen sich Wärme und Feuchtigkeit. Oft haben die Schuhe auch nicht genug Zeit, vollständig zu trocknen, bevor wir sie wieder anziehen.
Hinzu kommt, dass unsere Zehennägel beim Gehen, beim Sport oder durch zu enge Schuhe immer wieder Druck ausgesetzt sind. Zusammen können diese Bedingungen das Wachstum von Pilzen begünstigen.
Das Risiko für Nagelpilz kann unter anderem steigen, wenn Sie:
- häufig schwitzende Füße haben.
- längere Zeit feuchte Schuhe tragen oder Ihre Füße lange im Wasser sind.
- Gemeinschaftsduschen, Schwimmbäder, Fitnessstudios oder Umkleideräume nutzen oder Nagelscheren, Schuhe oder Handtücher mit anderen teilen.
- bereits Fußpilz haben.
- Schuhe tragen, die immer wieder auf Ihre Zehennägel drücken.
- kleine oder wiederkehrende Verletzungen rund um die Nägel haben.
Auch das Alter und die Durchblutung spielen eine Rolle.
Mit zunehmendem Alter wachsen Zehennägel meist langsamer und können dicker werden. Gleichzeitig steigt mit den Jahren die Wahrscheinlichkeit, immer wieder mit Pilzen in Kontakt zu kommen.
Eine schlechte Durchblutung der Füße kann die Nägel ebenfalls anfälliger für Infektionen machen. Außerdem kann es dadurch schwieriger werden, eine Nagelpilzinfektion erfolgreich zu behandeln.
Welche Formen von Nagelpilz gibt es?
Je nachdem, wo die Infektion beginnt und welcher Pilz dafür verantwortlich ist, kann sich Nagelpilz unterschiedlich entwickeln.
Wenn Sie die häufigsten Formen kennen, fällt es Ihnen leichter, Veränderungen an Ihren Nägeln einzuordnen und besser zu verstehen, was dahinterstecken könnte.
Distolaterale subunguale Onychomykose (DLSO)
Dies ist die häufigste Form von Nagelpilz.
Die Infektion beginnt meist an der Nagelspitze oder an den seitlichen Nagelrändern und breitet sich von dort langsam in Richtung Nagelwurzel aus.
Mit der Zeit kann sich der Nagel gelblich verfärben, dicker und brüchiger werden oder sich vom Nagelbett lösen.
Oberflächliche weiße Onychomykose (SWO)
Bei dieser Form ist vor allem die Nageloberfläche betroffen.
Typisch sind kleine weiße Flecken, die pudrig oder kreidig aussehen können. Im weiteren Verlauf kann die Nageloberfläche rau oder uneben werden.
Proximale subunguale Onychomykose (PSO)
Diese seltenere Form beginnt am Nagelansatz in der Nähe der Nagelhaut und breitet sich mit dem Nagelwachstum langsam nach außen aus.
Sie kann deshalb anders aussehen als die häufigeren Formen, die an der Nagelspitze beginnen.
Totale dystrophische Onychomykose (TDO)
Wenn eine Nagelpilzinfektion über längere Zeit fortschreitet, kann sie einen Großteil oder sogar den gesamten Nagel betreffen.
Der Nagel kann dann stark verdickt, brüchig, verformt und verfärbt sein.
Candida-Onychomykose
Anders als bei den zuvor beschriebenen Formen bezieht sich die Bezeichnung Candida-Onychomykose nicht darauf, wo die Infektion beginnt, sondern auf den Erreger.
Verursacht wird sie durch Candida-Arten, also Hefepilze, die sowohl den Nagel als auch das umliegende Gewebe befallen können.
Begünstigt wird diese Form unter anderem durch anhaltende Feuchtigkeit, Verletzungen oder Entzündungen am Nagelwall sowie andere Umstände, die die Nägel anfälliger machen.
Mögliche Anzeichen sind Verfärbungen, Verdickungen des Nagels und Entzündungen im Bereich des Nagelwalls.
Nagelpilz kann sich also ganz unterschiedlich zeigen. Im Einzelfall müssen die Veränderungen nicht genau einem dieser typischen Muster entsprechen.
Da sich Nagelveränderungen häufig schleichend entwickeln, lohnt es sich, auch auf kleine Veränderungen zu achten. So können Sie besser einschätzen, wann ein Nagel genauer untersucht werden sollte.
So pflegen Sie Ihre Füße und Nägel richtig
Schon ein paar einfache Gewohnheiten können dabei helfen, das Risiko für Nagelpilz zu verringern und Ihre Füße gesund zu halten.
01 Halten Sie Ihre Füße trocken
Trocknen Sie Ihre Füße nach dem Duschen oder Baden gründlich ab, besonders zwischen den Zehen.
Wenn Ihre Socken im Laufe des Tages feucht werden, wechseln Sie sie möglichst bald. So bleiben Ihre Füße nicht stundenlang in einer feuchten Umgebung.
Auch Ihre Schuhe sollten regelmäßig trocknen können. Wechseln Sie nach Möglichkeit zwischen verschiedenen Paaren, damit die Schuhe genügend Zeit haben, vollständig zu trocknen.
Atmungsaktive Schuhe können außerdem helfen, Wärme- und Feuchtigkeitsstau zu reduzieren.
02 Vermeiden Sie die Übertragung von Pilzen
Benutzen Sie Ihre Nagelpflegeutensilien und persönlichen Gegenstände möglichst nur selbst.
Nagelknipser, Nagelfeilen, Socken, Handtücher und Schuhe sollten Sie nicht mit anderen teilen.
Wenn Sie regelmäßig öffentliche Schwimmbäder, Fitnessstudios oder Umkleideräume besuchen, tragen Sie am besten Badeschlappen. So vermeiden Sie den direkten Kontakt Ihrer Füße mit feuchten Gemeinschaftsböden.
03 Pflegen Sie Ihre Zehennägel schonend
Schneiden Sie Ihre Zehennägel regelmäßig, halten Sie sie dabei nicht zu kurz und schneiden Sie sie möglichst gerade ab.
Vermeiden Sie es, die Nägel zu kurz zu schneiden oder tief in die Ecken zu schneiden. Kleine Verletzungen rund um den Nagel können den Bereich anfälliger machen.
Achten Sie auch auf die Haut rund um Ihre Zehen und zwischen den Zehen.
Wenn die Haut dauerhaft juckt, schuppt, rissig wird oder sich ablöst, kann das auf Fußpilz hindeuten. Besonders wenn gleichzeitig Veränderungen an den Nägeln auftreten, sollten Sie diese Anzeichen ernst nehmen.
Da sich Zehennägel nur langsam verändern, kann es hilfreich sein, gelegentlich Fotos zu machen. Wenn Sie Ihre Nägel von Monat zu Monat vergleichen, fallen Ihnen auch schleichende Veränderungen leichter auf.
Ein leicht verfärbter Zehennagel erscheint zunächst vielleicht nicht besonders besorgniserregend. Trotzdem sollten Sie ärztlichen Rat einholen, wenn der Nagel schmerzt, zunehmend dicker oder stärker verformt wird, sich vom Nagelbett löst oder mehrere Nägel betroffen sind.
Besonders aufmerksam sollten Menschen mit Diabetes, Durchblutungsstörungen, einem geschwächten Immunsystem oder anderen Erkrankungen sein, die das Risiko für Komplikationen an den Füßen erhöhen. Bei Nagelveränderungen ist es in diesen Fällen wichtig, frühzeitig fachlichen Rat einzuholen.
Schon ein paar einfache Gewohnheiten können helfen, Ihre Füße und Nägel gesund zu halten. Achten Sie darauf, Ihre Füße trocken zu halten, die Nägel schonend zu pflegen und Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Entdecken Sie die Spooky2-Frequenztechnologie
- € 2,138.14 – € 2,296.07Preisspanne: € 2,138.14 bis € 2,296.07
- € 2,643.12 – € 2,923.47Preisspanne: € 2,643.12 bis € 2,923.47